Hypnose gegen Tumorschmerzen

Bei Tumorschmerzen unterscheidet man:
  • Schmerzen, die durch den Tumor selbst bedingt sind
  • behandlungsbedingte Schmerzen, die Beispiel durch Nebenwirkungen einer Bestrahlung, Chemotherapie, notwendige chirurgische Eingriffe verursacht werden.
Hypnose wird bei Tumorschmerzen sehr häufig angewendet. Hypnose hat hier keine Nebenwirkungen, fördert positive Einstellungen und damit auch die Krankheitsverarbeitung.
Das Ausmaß der Schmerzlinderung reicht von mäßiger Schmerzabnahme bis zur vollige Analgesie (die Schmerzemfpindung wird blockiert).

Eine bekannteTechnik um eine örtliche begrenzte Anästhesie zu erreichen ist die sogenannte Handschuh-Hypnose-Anästhesie. Der Hypnotiseur herstellt  mit Suggestionen schrittweise immer mehr Betäubung in der Hand der Hypnotisanden, bis sich das Schmerzempfinden dort komplett abstellt.  Diesen Gefühl wird auf die schmerzliche Stelle dann übertragen.

Will man einer generalisierten Schmerzunempfindlichkeit herstellen, kann man die Technick Esdaile- Zustand hergestellt werden. Er wird auch als "hypnotisches Koma" und "coma state" bezeichnet, wobei muss man hier wissen, es ist kein echtes "Koma"da trotz der Bewegungslosigkeit, das Bewußtsein bleibt erhalten .

Besonderen Merkmale des Esdaile-Zustandes sind:

  • Euphorie, 
  • völlige Bewegungsunfähigkeit
  • spontane vollständige Anästhesie
  • Katalepsie. 


Auch wenn man in diesem Zustand seinen Willen vollständig behalte und nichts tue, was man nicht wolle, so seien die Muskeln doch so entspannt, daß man sich in ihm nicht bewegen könne. Man sei aber in der Lage, ihn jederzeit selbst zu beenden, was man aber wegen des intensiven Glücksgefühles oft lange gar nicht wolle.

Elman war der Auffassung, daß der Esdaile-Zustand insbesondere für die Anästhesie von großem Nutzen sei, etwa für schmerzfreie Entbindungen. Er sei bei vielen Menschen innerhalb weniger Minuten zu induzieren, so daß er im medizinischen Betrieb praktisch anwendbar sei.